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    Von Kiel über Selent nach Lauenburg

                       

Von Schleswig nach Lauenburg

Wandern mit Lotte

                   

 

Die Wanderung ist lange geplant. Von Schleswig soll es nach Lauenburg gehen. In 11 Tagen.

Doch es werde 2 Touren:
Anfang Mai von Schleswig nach Selent
und Ende Juli bis Anfang August von Kiel nach Lauenburg.

 

 

Von Schleswig

          nach Selent

         

 

   Anfang Mai 2026 geht es los.

Zunächst nach Missunde, von dort bringt uns die Fähre über die Schlei von Angeln nach Schwansen. Eine weitere gute Stunde Wanderung soll unser erstes Etappen-Ziel sein, der Trekking-Platz Wildes SH bei Kosel.
Aber da verpasse ich die Zuwegung, und statt zurückzugehen setzen wir den Weg fort, um irgendwo in der Nähe des Weges wild zu zelten. Aber es findet sich kein geeigneten Platz.

Schließlich baue ich das Zelt in der Abenddämmerung am Strand der Eckernförder Bucht auf, mit Blick auf Eckernförde.

Es wird kalt in der Nacht, und ich werde immer wieder wach, obwohl ich mit Jeans und Pullover im Schlafsack liege.

  Lotte hat meine Jacke bekommen.

 

Am Tag 2 geht es nach Dänisch Wohld.

Vorbei an einem Löwenzahn-Feld

wandern wir Richtung Strand,

     

um Geocaches zu suchen.

Aber dann soll der Weg nur noch durch weichen Sand führen, und wir müssen den langweiligen Fuß-Radweg an der Bundesstraße nehmen.

  

Das Zimmer im Hostel Peanuts hatten wir schon vor dem Abmarsch in Schleswig gebucht;
einmal wollen wir auf unserer Tour mit einem Dach über
dem Kopf schlafen.

 

Lotte ist müde, und sie rührt ihr Trockenfutter erst gar nicht an.
Auch ich bin nicht mehr munter und schlafe auf dem Sessel ein. Nach einem Stündchen wach ich kurz auf und lege mich auf das Bett. 
Gegen 18 Uhr erwache ich erneut. Lotte bekommt statt des verschmähten Trockenfutters Pastete mit Haferflocken,
und ich esse ordentlich zu Abend. Und gleich danach geht es wieder ins Bett.

Und wir schlafen ordentlich aus.


So sind wir an Tag 3 deutlich später auf der Straße.

Und immer wieder gelb - hier der Raps.

   

Bei Birkenmoor finde ich einen Cache in einem Hügelgrab:
bei Kosel konnte ich das Hügelgrab-Versteck nicht finden;
beim Begräbniswald war nichts versteckt;
die kleinen Steine vom Vortag hätten gerade für ein Mäusegrab gereicht;
hier, beim Geocache Birkenmoor, ist der typische Aufbau eines Hügelgrabes nicht mehr vorhanden.

Ich nehme nicht überall den richtigen Weg, und so kommt es auch zu Umwegen.     

Über die Kieler Bucht nach Laboe wollen wir die Fähre nehmen.
Bei unserer Ankunft am Anleger sehen wir sie gerade abfahren.

Macht nichts, in einer halben Stunde kommt das nächste Schiff. Die Zeit reicht, um Lotte zu füttern.
Nebenan bietet eine Bude leckere Fischbrötchen an.
Doch bei der knappen Zeit begnüge ich mich lieber mit Müsliriegeln.
Aber es kommt keine neue Fähre.
Es dauert eine Weile, bis ich mitkriege, dass wir gar nicht am Anleger Falkenstein sind
sondern am Anleger Strande. Hier fährt heute gar nichts mehr.
Zu Fuß sind es deutlich mehr als eine Stunde bis Falkenstein, aber was hilft's.
Kurz nach unserer Ankunft kommt die Fähre nach Möltenort.

  

Zwei Anlegestellen weiter sind wir auf der Ostseite der Förde.
Und hier weist ein Schild in Richtung Campingplatz.
Wir gehen eine Straße mit beachtlicher Steigung hinauf.
Oben wieder ein Hinweisschild, diesmal hinunter.
Wenn wir den Förderadweg genommen hätten, wäre es dichter gewesen,
und wir hätten uns das Auf und Ab gespart.
Auf dem Platz sind noch Zeltplätze frei. Aber nicht für Hunde.
Besucher mit Wohnwagen oder Wohnmobil dürfen mit Hund auf den Platz, Leute mit Zelt nicht.

Hinter dem Campingplatz befindet sich ein Wald.
Wir mühen uns den Hang hinauf, und oben finden wir einen schönen Platz für unser Zelt.
Es wird zwar wieder kalt in der Nacht, aber auf dem Campingplatz hätten wir auch gefroren.

 

Tag 4, wir gehen weiter. Aber das Wandern fällt mir schwer. Ich atme kräftig.
Die heutige Etappe führt uns nach Selent.
Von dort will ich per Bus nach Hause fahren.

Bei der kleinen Schwimmerin machen wir eine unserer vielen Pausen.

Vorbei am Dobersdorfer See

geht es über Wald- und Wirtschaftswege

nach Selent.
Vor dem Turm der St. Servatius-Kirche machen wir ein Abschluss-Selfie.
Und kurz darauf werden wir abgeholt; mit Maikringel von Bäcker Detlefsen aus Fleckeby,
genau das Richtige jetzt.

 

 

 

Von Kiel

     über Selent und Lübeck

      

          nach Lauenburg

         

 

Ende Juli soll es weitergehen, diesmal mit Start an der Kieler Förde.
Im Bus dorthinb schließt Lotte eine innige Freundschaft ...

und dann geht es auch schon los, zunächst auf die süd-östliche Seite der Förde.

 
Wir wandern eine Weile durch Kiel und die Vororte,
bis wir nach einigen Kilometern Probsteierhagen erreichen.
Eine Asphaltstraße führt jetzt durch einen Wald,
aber Lotte zeigt mir deutlich, dass sie in  den Wald abbiegen will.
Also schlagen wir zwischen Buchen unser Zelt auf.

Wir gehen jetzt auf einem Weg, den wir auch im Mai schon genommen hatten.
Bei der kleinen Schwimmerin hatten wir im Mai Rast gemacht, und Lotte will  auch jetzt diesen Platz ansteuern.
Auch im weiteren Verlauf kommen wir an vertrauten Streckenabschnitten vorbei.

Die St. Severin-Kirche in Selent, unser Endpunkt der Mai-Wanderung.
Diesmal geht es weiter - südwärts, am See entlang..

Der Naturcampingplatz Selenter See hat viele freie Fläche.

Ich liege auf meiner Luftmatratze und gucke in den Himmel,
auch Lotte ruht, und ich habe es nicht eilig, unser Zelt aufzubauen.

Am nächsten Morgen kommen Wirrungen und Irrungen:
Wir wandern schon eine Stunde in einem riesigen Wald, bis wir nicht mehr weitergehen dürfen -
Seeadlerschutzgebiet.
Eine Umleitung ist nicht ausgeschildert. Mit dem Navi sind wir bis Bauersdorf gekommen,
aber nach der Frühstücks-Rast folgen wir der Beschilderung und nicht dem Navi;
ein Stück des Weges gehen wir zurück.

Zum Gut Hohenhof gehört ein großer Teich - grün von Entenflott.
Obwohl Lotte eigentlich keine Gelegenheit zum Baden auslässt, hier will sie nicht hinein.

 

Rantzau hat ein unlesbar dreckiges Ortsschild.
Weiter nach Danau geht es über ein sehr rustikales Kopfsteinpflaster.

Und schließlich erreichen wir Malente. Bei Aldi kauf ich ein, während Lotte draußen warten muss.
Eine gutherzige Frau kauft währenddessen im Markt eine Flasche Hella-Wasser für den Hund -
die Eigenmarke ist ihr offenbar nicht gut genug. Aber Lotte nimmt ihr Wasser nicht.
Sie trinkt lieber aus Pfützen, Gräben, Bächen ...
Die Frau überlässt mir die Flasche.

:

Am anderen Ende von Malente liegt der Schwentine-Campingplatz.
 

 

Über Nathenkuhl geht es nach Eutin ...

und hinter Eutin wird es ärgerlich. Das Navi führt uns an der B 76 entlang.
Über viele Kilometer ziehen wir auf einem Radweg neben der viel befahrenen Bundesstraße daher.
Aber dann hört der Radweg auf, und wir müssten auf der Fahrbahn weitergehen.
Wir finden eine einsame Straße durch Süsel.
Die Straße mündet zwar wieder auf die B 76, aber hier gibt es wieder den Radweg,
und es ist nicht mehr weit bis Scharbeutz.

Der Campingplatz Seepferdchen befindet sich am Ortseingang, und wir sind froh, endlich am Ziel zu sein.
Der Platz ist groß und voll. Am nächsten Morgen ist es schön, dass es weitergeht.

Zunächst wandern wir ein Stück an der Ostsee entlang.
Aber dann sollen wir nach Ratekau abbiegen, und wir sollen wieder die B 76 nehmen,
wieder ohne Radweg. Und abermals Irrungen und Wirrungen,
bis wir schließlich auf einen Radweg gelangen, der neben der Fahrbahn nach Ratekau führt.
Bei Rewe kaufe ich ein, und weiter geht es, das gebuchte Monteurzimmer befindet sich im Ortsteil Kreuzfeld.


Ratekau

Wir müssen noch über eine Stunde weitergehen. Auf der Autobahn herrscht reger Verkehr;
wir wandern auf einsamer Straße.


Blick aus dem Fenster des Monteurzimmers

Die Unterkunft ist ein Flopp. Die Buchung hatte nicht geklappt, und ich muss für ein mäßiges Zimmer
fast das doppelte bezahlen, was eigentlich vorgesehen war. Eigentlich wollten wir zwei Nächte bleiben,
so begnügen wir uns mit einér.
Bei Rewe hatte ich mir eine Flasche Wein gekauft, die hab ich mir verdient.
Die Monteurzimmer sind Teil eines ehemaligen Hotels. Die riesige Küche ist noch vorhanden,
Mehrere Herde und Spülbecken stehen dort, aber es gibt kein Geschirr.
Zu Hause hatte ich vergessen, Lottes Napf einzupacken, und so musste ich in Kiel einen neuen kaufen.
Ich war aber nur an einem Lidl-Markt vorbeigekommen, und dort gab es Plastik-Müsli-Schalen im Dutzend.
Und da es in der Monteur-Unterkunft keine Gläser gibt, trinke ich den Wein aus einer Müsli-Schale.
Schmeckt trotzdem gut.

Das Navi führt uns am nächsten Morgen noch einmal in die Irre. Der Weg ist mit Bauzäunen gesperrt.
Aber auch jenseits der Bauzäune geht es nicht weiter, alles ist zugewuchert.
Auf angenehmen Wegen erreichen wir noch am später Vormittag Lübeck.


Nahe Burgtor: Lübecker Sommergarten

 

Den Apfel-Marzipan-Kuchen hab ich mir nicht bei Niederegger gegönnt,
sondern bei einem Bäcker mit Außen-Sitzplätzen.
Schließlich habe ich Lotte dabei. Und besseren Kuchen hätte ich auch bei Niederegger nicht bekommen.
In Lübeck hab ich mir ein kleines Appartement gebucht. Es ist klein und funktionell, und wir fühlen uns wohl.
Der Blick aus dem Fenster ist gefälliger als beim Monteurzimmer.

 

Viele Geocache werden nicht gesucht. Aber einer liegt mir am Herzen: Der Mistery Wer bin ich?
Ich wurde im 18. Jahrhundert in Deutschland geboren und starb im Alter von nur 55 Jahren in Frankreich. Heutzutage würde man sagen, dass ich hochbegabt war. In jungen Jahren habe ich im Fach Philosophie promoviert. ...


Dorothea von Rodde-Schlözer

Mit drei Jahren lernt Dorothea lesen und schreiben. Mit fünf Jahren wird sie  in Mathematik unterrichtet, kann mit sieben den Satz des Pythagoras. Sie lernt Mineralogie, Naturwissenschaften und Philosophie. Zehn Sprachen wird sie auf Hochschulniveau beherrschen. Mit 17 Jahren erhält sie dann ihren Doktortitel. Am Festakt darf sie als unverheiratete Frau nicht teilnehmen.

Mit google war das Rätsel gut zu lösen.
Die Geschichte hatte es mir angetan, und so nehm ich einen Umweg in Kauf,
um den Cache zu suchen. Aber ich finde ihn nicht und will schon aufgeben, da sehe ich die Dose im Laub.
Die Enttäuschung ist vergessen,
Ich signiere das Logbuch und lege die Dose mit dem Logbuch in das Astloch eines nahen Baumes.
Das Foto schicke ich dem Owner, und er antwortet mir -
da wo ich die Dose hingepackt habe, da gehört sie auch hin.

Weiter geht es auf dem Drägerweg, einem langen Rad-/Wanderweg von Lübeck
bis zur Nordspitze des Ratzeburger Sees.

Und abermals finde ich nicht den richtigen Weg.
Auf der Westseite des Ratzeburger Sees will ich nach wenigen Kilometern einen Campingplatz erreichen.
Aber nach einem beachtlichen Stück des Weges bemerke ich, dass wir auf der Ostseite sind, in Mecklenburg-Vorpommern.
Dort wollte ich eigentlich nicht hin, dort herrscht Leinenpflícht für Hunde.
Aber wir sind schon so weit gegangen,´da kehren wir nicht mehr um.

Auch an der Ostseite des Sees gibt es Campingplätze. Wir sind übrigens wieder in Schleswig-Holstein.

 

 

Streckenweise sind wir auf dem Alten Frachtweg unterwegs, einer historischen Handelsroute.

Bei der Kirche in Alt-Büchen rasten wir, bevor es zum Einkaufen weitergeht nach Büchen.
Den Ort wollte ich ursprünglich gar nicht ansteuern, aber meine Vorräte sind aufgebraucht.
Lediglich Hundefutter ist reichlich vorhanden.
Heute hab ich nur Brombeeren und Mirabellen gegessen, die ich häufig am Wegesrand finde.
Von Büchen ist es nicht mehr weit bis zum nächsten Campingplatz.
Er liegt bei Witzeeze an einem kleinen Teich, dicht beim Elbe-Lübeck-Kanal.

Endspurt. In Lauenburg soll ich abgeholt werden.
Am Kanal führt ein Rad-Wanderweg nach Lauenburg.
Bis Mittag dürften wir dort sein.

Und dann ist der Weg gesperrt. Bauarbeiten.
Die Umleitung ist unproblematisch. Das eine Schild finden wir im Gebüsch ...

  

Wir sind rechtzeitig an Ziel.
Ich kann noch in aller Ruhe Geocache suchen, bis ich abgeholt werde.